Balzan-Preis für Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie
Die Internationale Stiftung Balzan Preis hat ihren gleichnamigen Preis in diesem Jahr an den Göttinger Forscher und Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, Reinhard Jahn, verliehen. Er erhielt die Auszeichnung im Bereich „Molekulare und zelluläre Neurowissenschaften“ für seine Arbeiten, in denen er die Kommunikation von Nervenzellen untersucht hatte. Dabei gelang ihm die Identifikation des Proteins Synaptotagmin als Kalziumsensor. Dieses ist verantwortlich für die Freisetzung von Botenstoffen und Hormonen. Zugleich konnte Jahn belegen, dass weitere Proteine dabei eine wichtige Funktion inne haben. "Es ist eine große Ehre, als einer der diesjährigen Balzan-Preisträger ausgewählt zu sein. Wenn ich die Liste der berühmten Künstler, Gelehrten und Wissenschaftler betrachte, die die Auszeichnung in der Vergangenheit erhalten haben, fühle ich mich sehr demütig”, sagte Jahn. Der Balzan-Preis ist mit 750.000 Schweizer Franken dotiert. Dabei müssen die Geehrten die Hälfte des Preisgeldes in Forschungsprojekte mit jungen Wissenschaftlern investieren. Jährlich werden jeweils zwei Preise in den Kategorien Geistes-, Sozialwissenschaften und Kunst, sowie in der Kategorie Physik, Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin vergeben.