Verdachtsfälle auf NS-Raubkunst in vier von fünf untersuchten Museen in Südniedersachsen
In vier von fünf untersuchten Museen in Südniedersachsen gibt es Verdachtsfälle auf NS-Raubkunst. Das sind die ersten Ergebnisse des Pilotprojekts „Erst-Check Proveninenzforschung“, das im vergangenen Juni begonnen hatte. In dem Projekt geht es darum zu klären, ob es in den Beständen von mittleren und kleinen Museen Objekte gibt, die in der NS-Zeit aus ehemals jüdischem Eigentum entzogen wurden. In der Region sind das Heimatmuseum Duderstadt, das Stadtmuseum Einbeck und das Städtische Museum Hann. Münden betroffen. Nur beim Oberharzer Bergwerkmuseum schließen die Forscher NS-Raubkunst aus. Die Verdachtsfälle werden jetzt von den Museen in langfristigen Projekten untersucht, um deren genaue Herkunft zu ermitteln. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić sagte zu den Ergebnissen: „Die am Pilotprojektprojekt beteiligten Häuser nehmen bereits jetzt eine Vorbildfunktion für andere Museen im Land ein. Es ist uns sehr wichtig, dass die Suche nach NS-Raubgut konsequent fortgesetzt und intensiviert wird.“ Weitere Untersuchungen sind unter anderem in den Museen in Osterode, Uslar und Northeim vorgesehen.