Geschrieben von Jennifer Bullert
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Der Grünen-Kreisvorstand will den Parteiausschluss von Hans-Georg Schwedhelm beim Landesschiedsgericht der Grünen beantragen und fordert ihn erneut dazu auf, sein Kreistagsmandat niederzulegen. Schwedhelm hatte sich nach den Kommunalwahlen entschlossen, der Gruppe der Linken, Piraten und der Satirepartei Die Partei beizutreten. Diese Entscheidung werten die Grünen im Kreistag als unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der eigenen Partei. Die Sprecherin des Grünen-Kreisvorstandes, Marie Kollenrott, kritisiert, dass er vor der Wahl auf Listenplatz eins in der Oststadt positioniert worden war. „Dort ist er nicht über persönliche Stimmen, sondern über etwa 6.000 Listenstimmen in den Kreistag eingezogen. Diese Stimmen zählen nun für die Gruppe von Linken, Piraten und der Partei im Kreistag. Das kann man als Wählertäuschung bezeichnen“, so Kollenrott. Für die Grünen wirke sich seine Abwendung von der eigenen Partei zudem auf die Sitze in Ausschüssen und Gremien negativ aus.