Geschrieben von Mathilde Lemesle
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Das Duderstädter Krankenhaus St. Martini schließt Ende Juni seine Abteilung für Geburtshilfe. Für einen kostendeckenden Betrieb würde das Krankenhaus 550 bis 600 Geburten jährlich brauchen, so die Geschäftsleitung. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Geburten zwischen 300 und 350 pro Jahr. Das Defizit liege jährlich im sechsstelligen Bereich. Aufgrund des demografischen Wandels will sich das St. Martini Krankenhaus auf die Bereiche Chirurgie und Innere konzentrieren und die Geburtshilfe aufgeben. Geschäftsführer Markus Kohlstedde sagt dazu: „Für die Verkündung solcher Entscheidungen gibt es leider keinen günstigen Zeitpunkt. Dennoch sind wir der Überzeugung, dass es keine Alternative zu diesem Schritt gibt.“ Die Mitarbeiter würden eine Weiterbeschäftigung angeboten bekommen. Mit den Fachärzten sei das Krankenhaus noch im Gespräch.