Verdacht gegen Eltern eines in Göttingen verstorbenen Säuglings hat sich erhärtet
Der Verdacht gegen die Eltern des im Januar in einem Göttinger Krankenhaus verstorbenen Säuglings hat sich erhärtet. Ein Gutachten hat ergeben, dass dem Kleinkind neun Mal gegen den Kopf geschlagen worden sei. Das widerspricht der Aussage der Eltern. Sie hatten angegeben, dass das Baby die Verletzungen bei einem Sturz erlitten habe. Im Januar hatten sie das sechs Monate alte Kind mit Verletzungen in ein Göttinger Krankenhaus gebracht. Dort war es kurz darauf verstorben. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge gegen die Eltern. Dass sie trotzdem nicht in Untersuchungshaft sitzen, erklärt Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue: „Die Eltern befinden sich nach wie vor auf freiem Fuß. Es besteht kein dringender Tatverdacht, weil wechselseitig zu Gunsten des einen Elternteils anzunehmen ist, dass es das andere gewesen ist. Also es gilt die Unschuldsvermutung.“ Die Ermittlungen dauern an. Bisher wurde noch kein Termin für ein Strafverfahren angesetzt.