Göttingen gehört zu den deutschen Großstädten, deren Bürger sich nach Aussagen des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in hohem Maße um digitale Allgemeinbildung bemühen. Das Potsdamer Forschungsinstitut bietet frei zugängliche Online-Kurse in den sich schnell verändernden Bereichen Informationstechnologie und Innovation auf seiner Internet-Bildungsplattform openHPI an. Dort verzeichnet das Institut 296 Lernaktivitäten pro 1.000 Göttinger Einwohner. Gemessen wurden Klicks auf Lern-Videos, Selbsttests, Hausaufgaben und Prüfungen sowie Foren-Beiträge. Göttingen liegt damit auf Platz 32 der Rangliste von 61 deutschen Großstädten. Bei der Kursteilnehmer-Dichte liegt Göttingen mit 2,1 Lernern je 1.000 Bewohner auf dem 38. Platz. Das seien gute Werte, die aber noch ausgebaut werden sollten, so Institutsdirektor Christoph Meinel.
Beim E-Learning ist Göttingen im bundesweiten Vergleich bereits vorn mit dabei. Das Göttinger Felix-Klein-Gymnasium und das Theodor-Heuss-Gymnasium gehören zu den Pilotschulen, die das 2016 vom HPI gestartete Bildungsprojekt „Schul-Cloud“ testen. Mit der „Schul-Cloud“ soll ein einfacher und sicherer Zugriff auf digitale Inhalte in jedem Unterrichtsfach ermöglicht und Kosten für die Anschaffung und Wartung von Computern erspart werden.