UMG äußert sich zu Tarifkonflikt mit Angestellten der UMG Klinikservice GmbH
Nach dem Warnstreik von rund 250 Beschäftigten hat sich die Göttinger Universitätsmedizin zum schwelenden Tarifkonflikt bei ihrer Tochtergesellschaft, der UMG Klinikservice GmbH, geäußert. Wie ein Sprecher am Donnerstag auf StadtRadio-Anfrage mitteilte, sei der Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die unterschiedliche Bezahlung von rund 700 Alt-Angestellten der UMG sowie den rund 300 Angestellten der UMG Klinikservice GmbH ausschlaggebend. Man sehe als Arbeitgeber zwar die Notwendigkeit von gemeinsamen tariflichen Rahmenbedingungen, um den finanziellen Gesamtaufwand überblicken zu können. Genauso wichtig sei jedoch, das Unternehmen nicht mit betriebsgefährdenden Kosten zu belasten, so Marcus Bühre von der Geschäftsführung der UMG. An einer Einigung mit den Mitarbeitern der Klinikservice GmbH werde gearbeitet. Die Forderung der Mitarbeiter, den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder anzuwenden, sei jedoch inhaltlich und entgeltlich nicht geeignet, die Gesellschaft dauerhaft zu erhalten, teilte Bühre mit. Das derzeitige Angebot der Geschäftsführung gehe an die Belastungsgrenze der Finanzierbarkeit. Die Universitätsmedizin hatte 2005 unter anderem die Bereiche Patiententransport, Reinigung sowie Wäscherei in die damals neue UMG Klinikservice GmbH ausgegliedert. Angestellte dort erhalten nach Angaben der zuständigen Gewerkschaft Ver.di zwischen 40 und 50 Prozent weniger Lohn als direkt bei der UMG angestellte Mitarbeiter. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen der UMG Klinikservice GmbH und der zuständigen Tarifkommission, die die Interessen der Angestellten vertritt, soll laut Bühre Mitte Oktober stattfinden.