Hambacher Forst: Rund 200 Teilnehmer demonstrierten am Freitag in Göttingen
Eine Woche nach dem vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst haben am Freitagnachmittag in Göttingen etwa 200 Menschen gegen eine weitere Rodung sowie für einen Wandel in der weltweiten Energiepolitik demonstriert. Bei der Veranstaltung, die unter dem Motto „Wir können nicht alles vertage(bauen) - Klimaschutz nicht aufschieben“ stand, kamen Redner aus verschiedenen Umweltschutzorganisationen sowie studentischer Hochschulgruppen zu Wort. Initiiert wurde die Kundgebung am Gänseliesel von einer Gruppe von Politik-Studenten. Dazu ihr Sprecher Till Schlosser: „Ursprünglich war die Demo geplant als eine Solidaritäts-Demo zum Hambacher Forst, weil natürlich Aktivismus zeit- und ressourcenaufwändig ist. Und wir wollten quasi der Göttinger Bevölkerung einfach auch einfach so ein Medium geben, so von hier aus Solidarität zu zeigen, den Menschen im Hambacher Forst, die keine Zeit dafür haben. Nach dem Rodungsstopp hat sich das natürlich total schön in ein breiteres Spektrum entwickelt. Wo wir quasi von diesem Rodungsstopp ausgehen können, ja und die Bewegung quasi weitertragen können. Und man sollte das auf jeden Fall keineswegs aufhören. 2020 sind nur zwei Jahre. Und es geht ja auch um viel mehr.“ Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte dem Energieanbieter RWE zuletzt die weitere Rodung des Hambacher Forstes vorläufig untersagt. Erst wenn über eine Klage des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) entschieden ist, darf RWE den Wald abholzen und dort Braunkohle fördern. Die Kundgebung in Göttingen verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.