Geschrieben von Johannes Meinecke
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Das Gedenkbündnis an die Opfer des Nationalsozialismus in Südniedersachsen eröffnet am 9. November, dem achzigsten Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938 seine Veranstaltungsreihe in der Region. DGB-Gewerkschaftssekretärin Agnieszka Zimowska warnt in einer Pressemitteilung, dass die Pogrome von 1938 keineswegs aus dem Nichts gekommen seien. Der gegenwärtig aufflammende Antisemitismus finde immer wieder historischen und aktuellen Nährborden. Diesem wolle das Bündnis mit seinem Programm entschieden entgegenwirken. Bündnismitglied und Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Eva Tichauer-Moritz, bezeichnet es als erschreckend wie sehr Juden auch in Göttingen heute wieder um ihre Unversehrtheit fürchten müssten. Mit 31 Veranstaltungen zwischen November und Ende Januar führt das breite Bündnis aus jüdischen Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, politischen Gruppen, Gewerkschaften, Gedenkstätten und Kulturvereinen seine Veranstaltungsreihe fort. Neben der Thematisierung von Entrechtung, Zerstörung und Vernichtung zahlreicher Opfergruppen während des Nationalsozialismus, steht das Thema Widerstand, Auflehnung und Rettung auf dem Programm in Göttingen, Moringen, Dransfeld und Duderstadt.