Geschrieben von Anja Würfel
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Der „Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung e.V.“ kritisiert die Pläne für einen möglichen Neubau des Stadtmuseums. Das Gebäude am Ritterplan, welches das städtische Museum beherbergt, ist seit zehn Jahren sanierungsbedürftig. Peter Aufgebauer vom Geschichtsverein kritisiert, dass die Verwaltung der Stadt seit Jahren nach einem neuen Standort sucht und dadurch Fördermittel des Landes, die die Sanierung zu zwei Dritteln decken soll, verfallen ließe. Zwar wurde bis 2012 die ehemalige Posthalterei saniert, die die Museumsverwaltung beherbergt, danach sei laut Aufgebauer allerdings nicht genug passiert:
„Die Stadt hat seit 2012 die Sanierung nicht weitergetrieben. Das heißt der Schädlingsbefall schreitet fort und es ist mehrfach leider vorgekommen, dass die Stadt Mittel der Denkmalpflege aus Hannover, die abrufbar wären, nicht abgerufen hat, weil sie das Drittel Gegenfinanzierung nicht in ins Museum stecken möchte, sondern lieber in das Kunstquartier von Herr Steidel. Zur Zeit liegen in Hannover abrufbereit etwa 700.000 Euro, die die Stadt, so wie es jetzt aussieht, wieder mal verfallen lässt.“
Insbesondere kritisiert Aufgebauer den neuen Vorschlag von SPD-Fraktionschef Tom Wedrins, der sich für einen Neubau in der Umgebung der Stadthalle ausspricht. Mit einem Neubau würde das Problem des sanierungsbedürftigen Gebäudes nicht behoben, da das Gebäude Eigentum der Stadt ist und der Sanierungsbedarf auch weiterhin bestünde.