Geschrieben von Johannes Meinecke
Datum:
Maarit Käpylä vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen und der Aalto Universität in Finnland hat einen Consolidator Grant durch die Europäische Forschungskommission (ERC) erhalten. Die Forscherin untersucht die Magnetfelddynamik von Sternen und wie Sterndynamos im Detail funktionieren. Stellare Magnetfelder entstehen aus chaotischen Plasmaströmen in der äußeren Hülle eines Sterns in einem hydromagnetischen Dynamoprozess. Sie sind vielfältig und zahlreiche Phänomene sind weder zeitlich noch räumlich stabil. Andere Magnetfelder von Sternen bilden über längere Zeitskalen hinweg verlässliche Strukturen, die so groß wie der Stern selbst sein können und regelmäßigen Schwankungen unterliegen. Ein Beispiel ist der elfjährige magnetische Zyklus der Sonne, in dem unser Stern mal mehr, mal weniger magnetisch aktiv ist. Die ERC unterstützt nun das Vorhaben, theoretische und numerische Modelle zu entwickeln, welche die entscheidenden Prozesse innerhalb der Sonne und anderer Sterne beschreiben können.