Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Göttinger Grünen verteidigen das Jugendzentrum Innenstadt (JuzI) gegen Vorwürfe des Stadtverbandes der Jungen Union (JU) sowie des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ludwig Theuvsen. Der Jugendhilfeausschuss hatte vergangene Woche beschlossen, das JuzI in diesem Jahr mit rund 100.000 Euro zu fördern. Somit erhält es 27.000 Euro mehr als vergangenes Jahr. Die JU hatte sich über den Beschluss schockiert gezeigt und das JuzI als „Keimzelle des Linksextremismus“ bezeichnet. Dass die Fördermittel nun erhöht würden, statt sie zu streichen, sei ein Skandal, so der JU-Stadtverbandsvorsitzende Simeon Atkinson. Theuvsen hatte den Beschluss ebenfalls heftig kritisiert. Gelder aus dem Haushalt der Stadt würden verwendet, um die linksextremistische Szene zu finanzieren, schrieb er in einem sozialen Netzwerk. Die Grünen verweisen auf die Unschuldsvermutung. Dem JuzI vorzuwerfen, an den Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg beteiligt gewesen zu sein, sei rechtspopulistische Stimmungsmache. Im Jugendhilfeausschuss habe sich die CDU außerdem bei der Abstimmung über die Förderung enthalten. Die Grünen lobten die Arbeit des JuzI. Es trage dazu bei, dass es in Göttingen kein Rechtsextremismusproblem gebe.