Stadt Göttingen spendet La Paz Centro in Nicaragua voraussichtlich 35.000 Euro
Die Stadt Göttingen wird der Stadt La Paz Centro in Nicaragua voraussichtlich 35.000 Euro bereitstellen, um einen Kleinbus zu finanzieren. Mit diesem sollen an Niereninsuffizienz erkrankte Menschen in die nächstgelegenen Dialysezentren transportiert werden. Noch hat der Göttinger Rat seine Zustimmung nicht erteilt. Gerd Nier von der Göttinger Linken rechnet jedoch fest damit, da neben der Göttinger Linken-Ratsfraktion auch die Grünen, die SPD, die PiratenundPartei-Ratsgruppe und Ratsherr Torsten Wucherpfennig den Antrag unterstützen. Zwischen Göttingen und La Paz Centro besteht seit mehreren Jahrzehnten eine Solidaritätsvereinbarung und seit 2015 eine kommunale Klimapartnerschaft. Zu dem Antrag ist es nun gekommen, da die Zahl der an Niereninsuffizienz erkrankten Menschen in den vergangenen Jahren stark angestiegen sei und die Transportbedingungen beschwerlich und langwierig seien. Zudem gebe es keine Zuschüsse für die dringend notwendigen Fahrten, von der häufig Familienväter betroffen seien, die wiederum aufgrund der Krankheit nicht arbeiten könnten. Während die Benzinkosten zukünftig von La Paz Centro getragen werden sollen, will der Göttinger Nicaragua-Verein mithilfe von Spendenmitteln den Fahrer bezahlen. Der Stadt Göttingen würden somit keine Folgekosten entstehen. In der interfraktionellen Antragsbegründung wird darauf verwiesen, dass Partnerschaften nicht nur auf kultureller Ebene und mit Austauschprogrammen geführt werden sollten, sondern dass die Partner sich in Notlagen auch schnell und unbürokratisch unterstützen sollen.