Geschrieben von Julia Kleine
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Der Göttinger Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin hat die Entscheidung des Bundestages für die Verlängerung der Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge als „unmenschlich“ kritisiert. Union und SPD machten Politik auf dem Rücken der Schwächsten, so Trittin. Wer Integration wirklich fördern wolle, dürfe Familien nicht dauerhaft getrennt halten. Zudem warnte der Grünen-Politiker davor, dass sich nun immer mehr Kinder und Jugendliche auf den gefährlichen Flüchtlingsrouten und auf Schlauchbooten auf den Weg nach Europa machen könnten. Nach der gestrigen Abstimmung im Deutschen Bundestag bleibt der Familiennachzug zu subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingen über Mitte März hinaus für weitere viereinhalb Monate ausgesetzt. Kritik an dem Beschluss gab es vor allem von Grünen und Linken.