Geschrieben von Jennifer Bullert
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Göttingen soll nach dem Willen der Kreistagsgruppe Linke-Piraten-Partei eine sogenannte „Kommune der Zuflucht“ werden. Dafür solle der Landkreis über das zugewiesene Kontingent hinaus weitere Flüchtlinge aufnehmen. Die Kreistagsgruppe fordert, zu diesem Zweck Kontakt mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aufzunehmen und auf eine Begleitung durch das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen hinzuarbeiten. Trotz prekärer Verhältnisse Geflüchteter in den griechischen Lagern, sehe die europäische Asylpolitik sowie auch die mediale Öffentlichkeit über diese Probleme hinweg, kritisiert die Kreistagsgruppe. Die Aufnahme weiterer Flüchtlinge setze ein Zeichen der Solidarität, so Gruppenmitglied Mohan Ramaswamy. Das „relocation“-Programm, das die Aufnahme von Flüchtlingen vorgesehen habe, sei gescheitert. Wenn Göttingen zu einer solidarischen Kommune werden würde, würde die Stadt einem Netzwerk aus 16 weiteren Städten angehören, zu denen unter anderem auch Bremen und Augsburg zählen.