Zusätzlicher Feiertag in Norddeutschland soll kein unbezahlter Feiertag werden
Der geplante zusätzliche Feiertag in Norddeutschland soll kein unbezahlter Feiertag werden. Dafür hat sich der Göttinger Arbeitnehmeranwalt Johannes Hentschel ausgesprochen. Er kritisiert damit die Forderung des Hauptgeschäftsführers des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall. Dieser hatte die hohen Kosten für die Wirtschaft kritisiert und einen unbezahlten Feiertag vorgeschlagen. Hentschel bezeichnet diesen Vorstoß als rechtlich bedenklich. Dem Entgeltfortzahlungsgesetz zufolge sei es eindeutig, dass der Arbeitgeber seine Angestellten trotz Feiertags zu bezahlen habe. Das Bundesarbeitsgericht habe zudem im Jahr 2013 entschieden, dass auch ein Tarifvertrag diese Bestimmung nicht außer Kraft setzen könne. Derzeit wird in Norddeutschland der Reformationstag am 31. Oktober als möglicher neuer Feiertag diskutiert.