Forscherteam unter Göttinger Leitung entdeckt erstmals Bernsteinfossilien in Neuseeland
Erstmals hat ein internationales Forscherteam, das unter anderem von Alexander Schmidt vom Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen geleitet wird, Bernsteinfossilien in Neuseeland entdeckt. Bisher waren Fossilien dieser Art nur auf der Nordhalbkugel gefunden worden. Die Einschlüsse sind etwa 15 bis 25 Millionen Jahre alt und beinhalten unter anderem Spinnen samt Resten ihrer Netze, Mücken, Milben und Schildläuse. Zudem wurden in den Fossilien auch Pilze und Pflanzenreste entdeckt. Mithilfe der Funde lässt sich das Ökosystem im Verlauf der Erdgeschichte rekonstruieren. Die in den Bernsteinfossilien eingeschlossenen Gliederfüßer bilden die ersten Nachweise ihrer Gruppen auf der Südhalbkugel, erklärt die neuseeländische Paläontologin Daphne Lee. Da das Harz von den Kauri-Bäumen stamme, die noch immer auf der Nordinsel Neuseelands heimisch sind, geht Lee davon aus, dass die pflanzliche Herkunft der Harze sich seit mindestens 25 Millionen Jahren nicht geändert habe.
Stechmücke der Gattung Forcipomyia im miozänen Bernstein Neuseelands. (Bild: International Association for Gondwana Research und Alexander Schmidt, Universität Göttingen)
Exemplar eines fossilen Pseudoskorpions der Gattung Philomaoria. (Bild: International Association for Gondwana Research und Alexander Schmidt, Universität Göttingen)
Erster fossiler Beleg von Rußtaupilzen der Südhemisphäre. (Bild: International Association for Gondwana Research und Alexander Schmidt, Universität Göttingen)