Geschrieben von Kristin Fricke
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Die Polizeiinspektion Göttingen hat im Jahr 2017 deutlich weniger Straftaten registriert als im Jahr zuvor. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik der Polizei hervor. Die Zahl der Delikte fiel um zehn Prozent auf unter 19.000, die geringsten Fallzahlen seit 18 Jahren. Die Aufklärungsquote verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 61. Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Jens Laskawy erklärt, wie diese Entwicklung zustande kommt: „Das liegt zum einen daran, dass wir einen deutlichen Rückgang im Bereich der Ausländerkriminalität haben, was natürlich einhergeht mit den Flüchtlingszahlen 2015/16 und dass wir eine Zunahme der aufklärungsgünstigen Delikte hatten. Das sind insbesondere solche Delikte, die beim Feststellen der Tat den Täter quasi mitliefern.“ Die Zahl der Einbruchdiebstähle ist weiterhin auf einem hohen Niveau, hat sich allerdings von 520 in 2016 auf 403 in 2017 reduziert. Rund 27 Prozent der Delikte, vier Prozent mehr als im Vorjahr, konnte die Polizei aufklären. Dies führt Laskawy vor allem auf verstärkte Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen zurück. Die im Vorjahr eingerichtete Task Force Cybercrime, die auf die Bekämpfung von Kriminalität im Internet spezialisiert ist, bearbeitete 2017 knapp 1.700 Fälle. Gestiegen sind die Delikte im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität. Um knapp sieben Prozent hat die Gesamtzahl der minderjährigen Tatverdächtigen zugenommen. Laskawy erklärt dies unter anderem mit Cannabisverstößen und damit verbundenen Kontrollmaßnahmen an Schulen. Körperverletzungsdelikte, begangen durch Minderjährige, seien im Vergleich zum Vorjahr allerdings zurückgegangen.

Jens Laskawy, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, und Nicola Simon, Leiterin Einsatz der PI Göttingen. (Bild: Polizeiinspektion Göttingen)