Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Im Landkreis Göttingen liegt die Frauenquote bei Teilzeit- und Minijobs bei 70 Prozent. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum morgigen Internationalen Frauentag aufmerksam gemacht. Bedenklich sei vor allem, dass Frauen auf diese Weise später ein Armutsrisiko drohe, so der Geschäftsführer der NGG-Süd-Ost-Niedersachsen, Manfred Tessmann. So sei das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, dass es eine sogenannte „weibliche Rentenlücke“ in Höhe von 42 Prozent in den alten Bundesländern gebe. Demnach würde eine Rentnerin durchschnittlich 576 Euro erhalten, während ein Rentner auf Bezüge von 994 Euro im Monat komme. Teilzeit- und Minijobs würden zudem eine Karrierefalle darstellen, da sie den beruflichen Aufstieg erschweren, so Tessmann weiter. Er übt zudem Kritik am Lohntransparenzgesetz, da dieses erst ab Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten greift. Vor dem Hintergrund, dass vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt wurde, sei es nun an der Zeit, auch im Job eine Gleichbehandlung zu erreichen.

Die Gender Pay Gap beschäftigt auch die NGG. (Bild: NGG Süd-Ost-Niedersachsen)