SPD Stadtverband kritisiert geplante Änderungen am Institut für Demokratieforschung
Der SPD-Stadtverband Göttingen kritisiert die geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen am Göttinger Institut für Demokratieforschung scharf. Die Nachbesetzung der Professur von Parteienforscher Franz Walter bedeute eine Rückkehr in den, so wörtlich, „universitären Elfenbeinturm“. Die Leitung soll ein Historiker erhalten, der zum 19. Jahrhundert forscht, so die Sozialdemokraten. Für den Stadtverbandsvorsitzenden Christoph Lehmann ist die Arbeit des Instituts im Kontext aktueller Umbrüche in Parteienlandschaft und Demokratie besonders wichtig. Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Cornelius Schley fordert eine entsprechende Besetzung des Lehrstuhles, die Weiterführung der aktuellen Forschung und die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter. Das Institut für Demokratieforschung ist aus der Arbeitsgemeinschaft Göttinger Parteienforschung mit dem Ziel hervorgegangen, sozialwissenschaftliche Erkenntnis in die breite Öffentlichkeit zu vermitteln. Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel will die weiteren Pläne in wenigen Tagen den Forschern am Göttinger Institut für Demokratieforschung vorstellen.