Geschrieben von Leona Passgang
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Der Museumsverband Niedersachsen und Bremen e.V. tagt ab heute in Einbeck. Jedes Jahr treffen sich rund 150 Museumsleiter und -mitarbeiter aus ganz Niedersachsen, um sich auszutauschen. Ziel ist es, Schwierigkeiten und damit verbundene Verbesserungen und Ideen zu diskutieren. Das Thema der diesjährigen Jahrestagung ist die Rolle der Museen in der Zukunft. Im besonderen Fokus stehen dabei die knapp 600 kleinen Einrichtungen im Land, die oft von Ehrenamtlichen oder Vereinen geführt werden. Elke Heege, Sachgebietsleiterin der Stadt und zuständig für Kultur, das Stadtmuseum sowie das Stadtarchiv, über die Probleme kleiner Museen: „Ich glaube, wo es im Moment am meisten Schwierigkeiten gibt, ist einfach die Möglichkeit, die richtigen Kanäle zu nutzen, um die Menschen zu erreichen. Heute sind die Zugänge sehr sehr andere als das klassische Spektrum mit Zeitungsberichten, Anzeigen in einschlägigen Blättern oder so etwas, sondern wir müssen heute tatsächlich die digitalen Medien stärker nutzen und das ist wirklich eine Wissenschaft für sich, die sich Museen auch erst gründlich aneignen müssen, um die richtigen Wege zu finden.“ Neben den digitalen Medien ist auch der Wandel der Freizeitgestaltung ein Thema der Tagung. Denn das Interesse an Museen wachse. Trotzdem würden sich kaum Besucher Zeit für die Besichtigung nehmen. Ein Vorschlag des Verbandes ist deshalb, in allen Museen öffentliches W-LAN einzurichten. So hätten Besucher die Möglichkeit, vor Ort selbst zu recherchieren und ihr Wissen unabhängig und individuell zu erweitern.

v.l.n.r.: Hans Lochmann (Leiter der Geschäftsstelle Museumsverband Niedersachsen und Bremen e.V), Elke Heege (Sachgebietsleiterin für Kultur, das Stadtmuseum und das Stadtarchiv der Stadt Einbeck, ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen), Rolf Wiese (Vorsitzender des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V.) (Bild: Leona Passgang)