Razzia gegen rechtsterroristische Gruppe: Hausdurchsuchung auch im Kreis Northeim
Die Bundesanwaltschaft hat gestern Morgen in vier Bundesländern Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung durchführen lassen, unter den Beschuldigten soll sich auch ein Mann aus dem Landkreis Northeim befinden. Festnahmen sind nach Informationen der Behörde jedoch bislang nicht erfolgt. Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen die Beschuldigten sich unter dem Namen „Nordadler“ zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Ziel soll es gewesen sein, dem Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen. Dazu seien auch bislang noch nicht näher konkretisierte Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen worden. Zu diesem Zweck sollen sich die Beschuldigten bereits bemüht haben, Waffen, Munition sowie Materialien zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen. Bei den gestrigen Hausdurchsuchungen sollte unter anderem geklärt werden, ob die Beschuldigten bereits über Waffen oder sonstige Gegenstände zur Verübung von Anschlägen verfügen. An den Durchsuchungen waren die Landeskriminalämter Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein mit ihren jeweiligen Spezialeinsatzkommandos beteiligt.