Geschrieben von Jeanine Rudat
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Die Göttinger Kreisgruppe Linke-Piraten-Partei+ zeigt sich enttäuscht, dass SPD, CDU, GRÜNE und FWG im Umweltausschuss des Landkreises Göttingen am Mittwoch ihre Vorschläge bezüglich des Seeburger Sees abgelehnt haben. Sie hatten sich für eine ständige Messstation für Temperatur und den Sauerstoffgehalt des Wassers ausgesprochen. Außerdem wollte die Kreisgruppe, dass bei sehr heißer Witterung ein Teil des Wassers über den Altarm der Aue in den See und nicht durch den Seeanger fließt, wo eine starke Erwärmung und Sauerstoffzehrung stattfinde. Hiermit wolle die Gruppe erreichen, dass mehr kaltes und sauerstoffhaltiges Wasser am See ankommt, erklärt Rieke Wolter, die die Gruppe im Umweltausschuss vertritt. Vor Maßnahmen am See will die große Mehrheit und die Verwaltung erst Untersuchungsergebnisse, die am Ende des Jahres vorliegen werden, abwarten. Dies sei aus Sicht der Gruppe Linke-Piraten-Partei+ unverständlich, weil die Fakten schon bekannt seien. Außerdem fordert sie, dass eine Sauerstoffanreicherung über eine Pumpe am Wehr bei großer Hitze und wenig Sauerstoff im Wasser stattfinden soll. Der See leide unter Schadstoffen wie Phosphor und Nitrat. Mit ihren Vorschlägen möchte die Gruppe das Fischsterben und die Algenblüte verhindern, so Wolters. Über den Antrag der Gruppe Linke-Piraten-Partei+ wird der Kreistag Göttingen in seiner Sitzung am 20. Juni entscheiden.