Geschrieben von Julia Kleine
Datum:
Die Jungen Liberalen (JuLis) Göttingen haben die Forderung des Niedersächsischen Städtetags nach einem Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen kritisiert. Das Polizeigesetz sei bereits jetzt überfrachtet mit Angriffen auf die Bürgerrechte. Diese Eingriffe in die Privatsphäre noch auszuweiten und den öffentlichen Raum mit Alkoholverboten zu belegen, sei der falsche Weg, erklärte der Kreisvorsitzende der JuLis, Niklas Kelting. Der Konsum von Alkohol finde statt, ob im öffentlichen Raum oder im Verborgenen. Wichtiger als ein willkürliches Verbot von Alkohol im öffentlichen Raum sei deshalb eine effektive und bedarfsgerechte Präventionsarbeit. Um ein tatsächliches Fehlverhalten zu sanktionieren, habe die Polizei zudem schon heute das Mittel des Platzverweises, so Kelting weiter. Der Niedersächsische Städtetag hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius aufgefordert zu prüfen, ob ein Verbot von Trinkexzessen doch noch in das neue Polizeigesetz aufgenommen wird, über das der Landtag in dieser Woche berät.