Geschrieben von Jeanine Rudat
Datum:
Die Gewerkschaft ver.di hat den Vorschlag des Pflegebeauftragten Andreas Westerfellhaus kritisiert, zur Lösung des Personalmangels in Pflegeberufen Prämienanreize zu geben. Diese Prämien für Pflegepersonal seien eine „politische Bankrotterklärung“, so die Gewerkschaft. Der Vorschlag des Pflegebeauftragten sieht laut Medienberichten Prämien für Berufseinsteiger von 3.000 Euro bzw. für Berufsrückkehrer in Höhe von 5.000 Euro vor. Derartige Prämienzahlungen seien bereits weit verbreitet und würden auch von den Kliniken gezahlt, um Beschäftigte von anderen Häusern abzuwerben, so Julia Niekamp, die bei ver.di in Südniedersachsen für Krankenhäuser und Altenpflege zuständig ist. Es sei ein Alarmzeichen, dass es solche Prämien gibt. Wenn diese z.B. nicht mehr vom Helios-Konzern, sondern mit Bundesmitteln finanziert werden würden, bedeute dies eine Alimentierung der stark privatisierten Klinik- und Pflegebranche durch die Steuerzahler, so Niekamp.