Geschrieben von Jennifer Bullert
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Den Beschluss des Sozialausschusses zum Fortbestand der Siekhöhe bis Ende Juni 2019 haben Göttinger Initiativen, Geflüchtete sowie deren Unterstützer mit Fassungslosigkeit aufgenommen. Die Siekhöhe besitze als Notunterkunft Turnhallen-Niveau, kritisieren sie. Trotz vorgelegter Alternativen habe der Sozialausschuss diese ignoriert. Die Initiativen schreiben das nun verbindlich genannte Schließungsdatum vorangegangenen Protesten zu. Für das kommende Jahr befürchten sie, dass die Stadtverwaltung mit „unvorhergesehenen Entwicklungen“ eine weitere Verlängerung rechtfertigen könnte. Die Initiativen wollen sich auch weiterhin für die Bereitstellung kommunalen Wohnraums einsetzen. Rückenwind bekommen sie von den Göttinger Jusos und der Grünen Jugend. Beide Jugendorganisationen fordern die Einhaltung des Schließungsdatums für die Siekhöhe und wollen die Geflüchteten bei der Suche nach Wohnraum unterstützen. Ziel sei es, eine gelungene Integration zu ermöglichen. Das hänge aber auch von angemessenen und menschenwürdigen Unterbringungsbedingungen ab.