NGG Süd-Ost-Niedersachsen: Kontrollen gegen Mindestlohn-Prellerei sollen ausgeweitet werden
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert mehr Kontrollen gegen Mindestlohn-Prellerei im Landkreis Göttingen. Die NGG Süd-Ost-Niedersachsen verweist dabei auf eine Bilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim zuständigen Hauptzollamt Braunschweig. Dieses hatte im vergangenen Jahr insgesamt 116 Ermittlungsverfahren gegen Arbeitgeber eingeleitet, die gegen das Mindestlohngesetz verstoßen haben. Nach Einschätzung der Gewerkschaft könnte die Dunkelziffer jedoch deutlich höher liegen. Wie groß das tatsächliche Ausmaß der Mindestlohn-Prellerei sei, zeige eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Danach erhielten im Jahr 2016 bundesweit rund 1,8 Millionen Beschäftigte weniger als den Mindestlohn. Besonders davon betroffen sei das Hotel- und Gaststättengewerbe. NGG-Regionalchef Manfred Tessmann fordert daher deutlich mehr Kontrollen gegen den Betrug. Dafür müsse allerdings die Finanzkontrolle personell kräftig aufgestockt werden.