Geschrieben von Jennifer Bullert
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Der niedersächsische Landtag hat sich mit dem Angriff von Personen aus der rechten Szene auf zwei Göttinger Journalisten beschäftigt. Die Grünen hatten zuvor eine entsprechende mündliche Anfrage eingereicht. Wie die Landesregierung mitteilt, liegen ihr bereits Erkenntnisse über Straf- sowie Gewalttaten der beiden Tatverdächtigen in Niedersachsen vor. Gegen einen der Verdächtigen sei demnach im November 2016 ein Verfahren wegen der Bildung bewaffneter Gruppen eingeleitet worden. Die Polizei soll beide zudem zeitweilig dem früheren „Freundeskreis Thüringen Niedersachsen“ zugeordnet haben, der inzwischen als „Volksbewegung Niedersachsen“ bekannt ist. Einer der Verdächtigen gilt als Angehöriger bzw. Kontaktperson eines rechtsextremistischen Netzwerks in Südniedersachsen, Hessen und Thüringen. Ende April hatten zwei Journalisten in Fretterode Foto- und Filmaufnahmen auf dem Grundstück eines NPD-Bundesvorstandsmitglieds gefertigt. Daraufhin hatten zwei Anhänger der rechten Szene die beiden verfolgt, attackiert und verletzt.