Geschrieben von Nico Mader
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Neue ausgewiesene Flächen für Windenergie – die hat der Rat der Stadt jetzt beschlossen. Betroffen sind dabei Flächen nahe Geismar, Esebeck, Deppoldshausen, Weende, Knutbühren, Groß Ellershausen, Hetjershausen, Elliehausen und Holtensen. Nur die Ortsräte von Geismar und Weende-Deppoldshausen haben dem Entwurf zugestimmt. Der Mindestabstand zu Häusern in Ortsteilen beträgt laut Beschlussfassung 800 Meter, zu Siedlungen im Außenbereich sind es rund 520 Meter. Mit einer Fläche von 189 Hektar weist Göttingen rund 1,6 Prozent der Stadtfläche für Windenergie aus, etwas mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Abstimmung am Freitag im Rat der Stadt entbrannte noch einmal eine Diskussion um die Rechtssicherheit des nun beschlossenen Teilflächenplans Windenergie. Diese Bedenken teilt auch die Bürgerinitiative Gegenwind aus Groß Ellershausen und Hetjershausen. Sie führten dazu, dass die FDP gegen den Beschluss stimmte und die CDU sich enthielt. Auch die SPD sah noch Gesprächsbedarf und konnte sich insbesondere mit Bündnis 90/Die Grünen nach einer Sitzungsunterbrechung auf eine Beschlussergänzung einigen. Darin heißt es unter anderem: „Die Verwaltung wird beauftragt, die Gesamtbelastungen der westlichen Ortsteile durch Energiewende-Infrastruktur darzustellen, mögliche Ausgleichs- und Akzeptanzmaßnahmen zu prüfen und hierzu dem Ortsrat sowie dem Fachausschuss zu berichten. Zudem soll die Verwaltung den Dialog mit Ortsrat und Bürgerinitiative fortsetzen und mögliche Mehrwert- beziehungsweise Beteiligungskonzepte für die betroffenen Ortsteile prüfen.“ Als Nächstes prüft die zuständige Landesbehörde den Beschluss und entscheidet damit über seine Wirksamkeit.