Portrait des Bundestagskandidaten Georg Sponfeldner (Freie Wähler)
| Sendung: | Aufgeweckt - Mehr am Morgen Redaktion |
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| AutorIn: | Dana Rotter |
| Datum: | |
| Dauer: | 05:04 Minuten bisher gehört: 201 |
Manuskript
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Georg Sponfeldner hat seine Wurzeln nicht in Südniedersachsen, sondern im bayrischen Wald. Schon dort engagierte er sich für die Freien Wähler. Inzwischen ist er mit seiner Familie in Northeim sesshaft geworden und setzt sich für die Region ein. Und dennoch liegt sein politischer Fokus vor allem auf Europa. Denn besonders dort sieht er Handlungsbedarf. Auch wenn es beispielsweise um die Unterfinanzierung der Kommunen geht. Ein Problem, für das Sponfeldner ganz bestimmte Lösungsansätze hat.
O-Ton 1, Georg Sponfeldner, 20 Sekunden
„Zuerst müssen die Transferzahlungen in Brüssel, die da lauten ESM und Rettungsschirm gestoppt werden. Mit dem ESM gibt der Bundestag seine Haushaltshoheit an ein nicht gewähltes Gremium ab. (…) Und mit dem Rettungsschirm werden die Banken und Spekulanten gerettet und sonst niemand. Ich sage Schluss damit. (…) Dann wäre auch wieder Geld für die Leute im eigenen Land da.“
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Auch beim demographischen Wandel sieht Sponfeldner die Probleme teilweise bei Brüssel. Denn auch hier gebe die Regierung zu viele Kompetenzen ab. Durch dort beschlossene Rahmengesetze werden die Großkonzerne bevorzugt und kleine und mittelständische Betriebe haben auf dem Land kaum noch eine Chance, kritisiert Sponfeldner. Immer mehr wird in der Nähe von Ballungszentren produziert. Junge Leute hätten gar keine andere Möglichkeit, als in die Städte zu ziehen, wenn sie Arbeit finden wollen.
O-Ton 2, Georg Sponfeldner, 25 Sekunden
„Ich sage: Stoppt die Zentralisierung und erhaltet die Vielfalt in der Region. Viele Unternehmen haben viele gute Ideen. (…) Die jungen Leute wollen doch nicht wirklich weg. (…) Firmenfusionen stoppen, die haben eh noch nie was gebracht. Staffelung der Tariflöhne in Abhängigkeit der regionalen Mietspiegel könnte ich mir auch vorstellen, um die Regionen zu stärken. Und natürlich ein leistungsfähiges Internet. Da liegen wir nämlich weit abgeschlagen.“
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Auch bei der Energiewende sieht der Diplom-Ingenieur noch Handlungsbedarf. So müsste mehr getan werden für die Energieeinsparung, Forschung und Förderung von Speichertechnologie sowie die Förderung dezentraler Einspeisung auch durch Kleinanlagen jeglicher Art. Was Abstandsregelungen angeht, spricht er sich für bundesweit einheitliche Regelungen aus, die durch unabhängige Fachleute erstellt werden. Die finanzielle Förderung von Erneuerbaren Energien sollte allerdings nicht weiter ausgebaut werden, so Sponfeldner.
O-Ton 3, Georg Sponfeldner, 24 Sekunden
„Das EEG kann nicht nachträglich gekürzt werden. (…) Mein Vorschlag: Nachsteuern beim EEG und zwar zügig und nicht nur schwätzen. Mir und meinen Mitbürgern wächst die Stromrechnung nämlich über den Kopf. Fixbetrag pro eingespeistes KW und Inflation führt dann zu einer automatischen Reduktion der Vergütung. Und gut ist. Mehr brauchen wir nicht. Weg von dieser unsäglichen Differenzbetragsförderung.“
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Sponfeldner betont noch einmal: Der Strom muss gespeichert werden. Es könne nicht sein, so der 35-jährige, dass in Österreich teurer Strom gekauft werden muss, wenn in Deutschland wieder ein Mangel herrscht. Denn genau dieser Strom wurde vorher günstig der Bundesrepublik abgekauft und gespeichert. Ansonsten liegt der politische Schwerpunkt von Sponfeldner ganz klar bei Europa. Sein Vorbild dabei ist, wie er selbst sagt, Charles de Gaulle. Denn dieser kämpfte für ein Europa der starken Nationen und genau das möchte Sponfeldner fortführen.
O-Ton 4, Georg Sponfeldner, 29 Sekunden
„So war es nämlich bis zur Einführung dieses unsäglichen Euros ein Spaltpilz von Europa, wie wir noch keinen zweiten hatten. (…) Wenn man bis zur Halskrause im Sumpf steht und nicht mehr weiter weiß, ist es doch das Natürlichste von der Welt ein Stück des Weges zurück zu gehen. (…) Und nochmal Tacheles gesprochen: Nein zu grundgesetzfeindlichem ESM, nein zu Rettungsschirmen für Banken, Rettungen Spekulantentum, zurück mit den Investmentbanken an dieselbe Leine von der man sie Ende der 90er los gemacht hat.“
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Auch möchte sich Sponfeldner für bundesweite Volksentscheide einsetzen. Denn aus seiner Sicht haben die Bürgerinnen und Bürger heutzutage nur noch die Möglichkeit zu wählen, aber nicht zu entscheiden. Das müsse sich ändern.
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