Sendung: Mittendrin Redaktion
AutorIn: Dominic Steneberg
Datum:
Dauer: 03:12 Minuten bisher gehört: 220
Göttingen ist eine der bundesweiten Basketball-Hochburgen. Doch was sich gerade im Damen-Basketball entwickelt, ist auch für Göttinger Verhältnisse außergewöhnlich. Das Team des ASC Göttingen ist drauf und dran nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr direkt wieder aufzusteigen. Dieses Mal in die zweite Bundesliga. Am vergangenen Wochenende wurden auf diesem Weg die Weddinger Wiesel mit 82:59 geschlagen. Dominic Steneberg war für uns in der Halle.

Die Regionalliga-Basketballerinnen des ASC 46 Göttingen (Bild: Dominic Steneberg)

Manuskript

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Die Basketballerinnen des ASC 46 Göttingen haben ihr vorletztes Heimspiel in dieser Saison souverän mit 82:59 gegen die Weddinger Wiesel gewonnen. Damit festigen die Gastgeberinnen ihre Tabellenführung, während die Gäste aus Berlin im unteren Tabellen-Mittelfeld stehen. Der ASC startete gleich furios in das Spiel. Nach dem ersten Viertel stand es bereits 28:12. Bis zur Halbzeit kam Wedding auf 40:34 heran. ASC-Trainer René Hampeis sah eine engagierte Spielweise seiner Spielerinnen in der Sporthalle des Hainberg-Gymnasiums.

 

O-Ton 1, René Hampeis, 11 Sekunden

Ich denke wir haben das souverän gemacht. Ich bin zufrieden mit der Leistung. Wenn man die vollen 40 Minuten betrachtet, haben wir ein gutes Spiel gemacht. Natürlich hatten wir Phasen, wo wir ein bisschen in unserem Energie-Level nachgelassen haben. Aber grundsätzlich war das eine souveräne Vorstellung von meiner Mannschaft.“

 

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Der Start in die zweite Halbzeit war dann wieder elanvoller. Die ASClerinnen erarbeiteten sich die erneute Führung mit zwölf Punkten nach dem dritten Viertel. Im Laufe des letzten Abschnittes waren die Weddinger Wiesel dann geschlagen. Der ASC zog bis auf 23 Punkte davon. 82:59 ist ein deutlicher Sieg, nachdem sich der ASC im Hinspiel gegen Wedding schwergetan hat. Die Berlinerinnen sind in Göttingen allerdings auch nur mit acht Spielerinnen an den Start gegangen. Für ASC Göttingen Guard-Spielerin Lea Nguyen Manh gibt es für die beiden jetzt noch ausstehenden Spiele nur ein Ziel.

 

O-Ton 2, Lea Nguyen Manh, 20 Sekunden

Ja natürlich, man will immer gewinnen. Wofür spielt man sonst, wenn man nicht gewinnen will. Und Wolfenbüttel wird hart, wird sehr hart. Wir werden aber wie immer alles geben und auch TuSLi ist kein Gegner, wo man sagt, ok, das ist ein einfacher Sieg. Aber wir sind auf jeden Fall heiß auf die Meisterschaft, würde ich jetzt sagen. Wir haben es in unserer Hand und wir werden alles dafür geben um Meister zu werden, denke ich.“

 

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Nguyen Manh spielte vergangene Saison noch bei den Flippo Baskets BG 74 in der Bundesliga und ist deutsche U20-Nationalspielerin. Sollte sich der ASC tatsächlich auch über die kommenden beiden Spiele auf Tabellenplatz eins festsetzen, wäre der Durchmarsch in die zweite Bundesliga perfekt. Erst im Sommer ist das Team von Trainer Hampeis von der zweiten in die erste Regionalliga Nord aufgestiegen. Für den erneuten Aufstieg fehlen nur noch zwei Siege. Der ASC spielt in zwei Wochen beim Tabellenzweiten und unmittelbaren Verfolger aus Wolfenbüttel. Nguyen Manh über den größten Trumpf im Aufstiegskampf:

 

O-Ton 3, Lea Nguyen Manh, 28 Sekunden

Das Team-Gefüge. Also ich habe schon in anderen Teams gespielt, wo das Team-Gefüge nicht so vorhanden war und ich glaube hier supportet wirklich jeder jeden. Das habe ich auch von Anfang an gesagt, dass es auch eine Entscheidung war, warum ich hierher gekommen bin. Und ich glaube, das ist wirklich entscheidend diese Saison, dass jeder versucht alles zu geben für jeden und sich für jeden freut. Wir sind zwar nicht so groß und das haben auch schon ein, zwei Gegner gegen uns genutzt, aber wir sind sehr schnell. Das macht dann natürlich mehr Spaß und wie gesagt, in diesem Team-Gefüge, das ist einfach unbezahlbar. Und dann ist man auch erfolgreich.“

 

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Für eine märchenhafte Saison müssen die Damen des ASC jetzt nur noch das optimale Ende finden. Die Basketball-Stadt Göttingen hätte dann mit den Flippo Baskets eine Damen-Mannschaft in der ersten Liga und mit dem ASC eine in der zweiten. In Deutschland einmalig.