Ehemaliger Göttinger MPI-Direktor Herbert Jäckle mit Klaus Sander Preis geehrt
Die Gesellschaft für Entwicklungsbiologie (GfE) ehrt Herbert Jäckle mit dem Klaus Sander Preis. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird dem emerierten Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie, heute auf der GfE-Jahrestagung in Wien überreicht. Damit werde sein herausragender Beitrag zur Entwicklungsbiologie in Deutschland und dem Werdegang der GfE gewürdigt, so deren Vorstandsvorsitzender, Ulrich Technau. Jäckle ist seit 1981 Mitglied der GfE und war von 1994 bis 95 deren Vorstandsvorsitzender. Er initiierte dort unter anderem die alle zwei Jahre stattfindende „GfE School“, die Promovierende und Postdocs mit führenden Entwicklungsbiologen in Kontakt bringt. In seiner Forschung hat Jäckle fundamentale Erkenntnisse über die frühe Entwicklung der Fruchtfliege Drosophila melanogaster erarbeitet. Diese halfen dabei, deren molekulare Entwicklung und Energiestoffwechsel zu verstehen. Seine Arbeit zur Identifizierung von Genen und molekularen Mechanismen eröffnete unter anderem Ansätze für Therapien von Diabetes und Fettleibigkeit.