Geschrieben von Julia Kleine
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Der Göttinger Stadtvorstand der Grünen hat eine Prüfung neuer wohnungspolitischer Maßnahmen für Grone und Göttingen gefordert. Am Beispiel der Modernisierungspläne der Adler Real Estate für Wohnungen in Grone machten die Grünen Befürchtungen deutlich, dass daraus folgende Steigerungen der Quadratmeterpreise eine Verdrängung von Mietern aus ihren Wohnquartieren zur Folge haben könnte. In diesem Zusammenhang kritisierte der Stadtvorstand, dass die Göttinger Stadtverwaltung den Erlass einer Milieuschutzsatzung für das Gebiet abgewiesen hatte. Mit einer Erhaltungssatzung könnten kostenaufwendige und uneffiziente Modernisierungen wie die geplante Vergrößerung von Balkonen und der Einbau von Aufzügen oftmals vermieden werden, erklärte Grünen-Stadtvorstandsmitglied Julian Arends. Außerdem kritisierten die Grünen die Informationspolitik der Stadtverwaltung und forderten die Politik zu mehr Engagement in der Wohnungspolitik auf. Dazu gehöre der Einsatz von Instrumenten wie Milieuschutzsatzung, Umstrukturierungssatzung sowie wirksame Sozialpläne in städtebaulichen Verträgen.