Grünen-Stadtvorstand stellt Forderungskatalog zur Unterstützung des sozialen Bereiches auf
Um den sozialen Bereich zu unterstützen hat der Stadtvorstand der Göttinger Grünen einen Forderungskatalog aufgestellt. Dieser beinhaltet unter anderem einen Aufschlag auf den Hartz-IV-Regelsatz, eine Aufstockung, um die Tafeln zu unterstützen, sowie mehr Schutzräume für Frauen oder schutzbedürftige Gruppen. Letzteres könnte beispielsweise umgesetzt werden, indem derzeit nicht genutzte Hotels und Hostels sowie leerstehende Wohnungen zu diesem Zweck genutzt werden. Ebenso sollten Geflüchtete in freien Hotelzimmern untergebracht werden können, fordert der Stadtvorstand der Grünen. So ließen sich auch Abstandsregelungen und Hygienemaßgaben besser einhalten, was in den großen Unterkünften fehle. Gerade der soziale und der Bildungsbereich müssten nun von der Politik auch berücksichtigt werden, da viele Träger sonst in ihrer Existenz gefährdet wären, mahnt Stadtvorstandsmitglied Ute Reichmann. Dies hänge damit zusammen, dass gemeinnützige Bildungs- und Sozialunternehmen nur eingeschränkt Rücklagen bilden dürften. Grünen-Stadtvorstandsmitglied Cornelius Hantscher verweist außerdem darauf, dass die aktuelle Situation auch Familien belasten könne. Grund sei, dass Bildungs- und Erziehungsprobleme zunehmen könnten, weil beispielsweise ambulante oder Gruppenangebote aus der Jugendhilfe zurzeit eingestellt sind. So müssten Kinder und Jugendliche aus stationären Einrichtungen zurück nach Hause, sofern das Kindeswohl nicht gefährdet sei.