Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Die Göttinger SPD-Ratsfraktion schlägt einen Corona-Krisen-Fonds in Höhe von zunächst 250.000 Euro gegen soziale Ungleichheit vor. Ziel soll dem Fraktionsvorsitzenden Tom Wedrins zufolge sein, dass Bildungs-, Sozial- und Kultureinrichtungen sowie Sportvereine schnell und unbürokratisch finanzielle Hilfen erhalten. Die Ratsfraktion begründet dies damit, dass die Schließung zahlreicher Einrichtungen zur Eindämmung des Coronavirus soziale Ungleichheit fördere. Vor allem einkommensschwache Familien würden auch nach den Lockerungen nur in reduzierter Form oder gar nicht am öffentlichen Leben teilhaben können. Hier spiele auch die häusliche Ausstattung wie beispielsweise bei der Digitalisierung eine Rolle. Zudem sei die soziale Beratung für Familien nur eingeschränkt oder gar nicht möglich, so die SPD-Ratsfraktion. Der Krisenfonds solle dabei helfen, rasch Projekte zu finanzieren. So sollen vor allem einkommensschwache Familien am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, was wegen der Coronakrise sonst überwiegend ausgeschlossen wäre. Daneben will die Fraktion auch die Träger von Angeboten unterstützen, die aktuell Finanzausfälle verzeichnen. Es solle sich dabei aber nicht um eine institutionelle und dauerhafte Förderung handeln. Nach acht Wochen solle eine Evaluation stattfinden, ehe die Förderung fortgesetzt werde. Der Antrag der Fraktion wird am 5. Mai im Finanzausschuss beraten.