Geschrieben von Anja Würfel
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Zur kommenden Northeimer Stadtratssitzung wird der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt in seiner Sitzung am 16. März nicht den Klimanotstand ausrufen. Die Ausrufung hatte die Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen" gefordert, um hervorzuheben, dass Klimaschutz stärker in das politische Handeln einbezogen werden müsse. Die Stadt Northeim weist den Vorschlag zurück, weil er nur einen symbolischen Charakter habe. Northeim will sich dennoch zielgerichtet zu mehr Klimaschutz bekennen. Dafür hat die Stadtverwaltung mit der Beschlussvorlage 767,1 einen Vorschlag für einen „Northeimer Weg“ vorgelegt. Inhalt des Konzepts ist es, die Treibhausgasemissionen im Northeimer Stadtgebiet bis 2030 um 45 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber 2013 zu reduzieren. Weiter sollen in der Bauleitplanung Klimaschutz und Klimaanpassung einbezogen werden. Außerdem hat die Stadt eine Checkliste angefertigt, mit der durch wenige qualitative Fragen die Klimarelevanz eingeschätzt werden könne. Dazu gehörten die Prüfung der Klimarelevanz und die Prüfung der Auswirkungen von Maßnahmen auf das Klima. Durch die Checkliste soll ein zunehmendes Bewusstsein für Klimaschutz in der Breite und Routine in der Verwaltung entstehen. So könnten bewusst klimaschädliche Vorhaben vermieden und mehr Klimaschutz in Northeim umgesetzt werden, erklärt die Stadt Northeim.