Eva-Luise-Köhler-Forschungspreis geht an Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen
Wissenschaftler der Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen haben den Eva-Luise-Köhler Forschungspreis 2016 bekommen. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die Auszeichnung, die mit 50.000 Euro dotiert ist, in Berlin. Auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler war anwesend. Der Preis wird für Forschung an seltenen Krankheiten vergeben. Bei der diesjährigen Auszeichnung geht es um neuromuskuläre Erkrankungen, wie beispielsweise so genannte Muskeldystrophien, also Muskelschwund. Dafür möchten die Forscher einen neuen individuellen Therapieansatz entwickeln. Stifterin Eva Luise Köhler sagte zu den Preisträgern: „Durch solch mutige Forscher erfahren Menschen mit seltenen Erkrankungen Hoffnung. Von Muskeldystrophien ist in Deutschland nur jeder 10.000ste Mensch betroffen. Doch hinter dieser seltenen Häufigkeit stehen viele Einzelschicksale und Leidensgeschichten derjenigen, die, abseits großer Fallzahlen, nach Heilung oder wenigstens Linderung einer seltenen Krankheit suchen. Deshalb dürfen wir bei dieser Forschung nicht nachlassen.“ Die Eva-Luise-Köhler-Stiftung existiert seit zehn Jahren, der Forschungspreis wurde zum neunten Mal verliehen. Schon im Jahr 2011 wurde die Universitätsmedizin ausgezeichnet.
Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die Auszeichnung. (Bild: UMG)
Der Forschungspreis wurde zum neunten Mal vergeben. (Bild: UMG)