Geschrieben von Julia Kleine
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Göttinger Studierende haben sich mit den Beschäftigten der UMG Klinikservice GmbH (KSG) solidarisiert. In einem offenen Brief an die Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel unterstützten die Studierenden die Forderung der Beschäftigten nach fairen Löhnen und einem Tarifvertrag, der TV-L entspricht. Nach zwei erneuten Warnstreiks des Personals fordern die Studierenden das Präsidium stellvertretend für die Universität als Miteigentümerin der KSG dazu auf, der Geschäftsführung den erforderlichen finanziellen Spielraum zu ermöglichen, um den Beschäftigten ein angemessenes Angebot zu machen. Die Studierenden warfen zudem die Frage auf, wie die Ausgründung der Universitätsreinigung und das damit verbundene Lohndumping zum Wahlspruch der Universität „in publica commoda“ - zum Wohle aller – verpflichtet zu sein passe. Die Studierendenschaft der Göttinger Universität hatte sich bereits am 25. Oktober durch einen einstimmigen Beschluss des Studierendenparlaments solidarisch mit den Beschäftigten erklärt und fordert diese Solidarisierung nun auch von anderen Statusgruppen an der Universität. Der offene Brief wurde insgesamt von 12 Hochschulgruppen, Fachschaftsräten und Basisgruppen unterzeichnet.