Acht Skelette bei Bauarbeiten auf dem Waageplatz entdeckt
Bei den ersten Arbeiten zur Umgestaltung des Göttinger Waageplatzes sind beim Ausheben eines Grabens für Entwässerungsleitungen acht historische Bestattungen zum Vorschein gekommen. Sechs Skelette lagen in gut erhaltenen Holzsärgen, zwei weitere fanden sich frei liegend und wurden vermutlich in Totentüchern beigesetzt. Laut dem Göttinger Stadtarchäologen Timo Feike war ein Fund an dieser Stelle nicht ganz überraschend: Bereits bei der Neugestaltung des Platzes 1979 waren dort Bestattungen entdeckt worden, obwohl sich in der Umgebung nie eine Kirche befand. Wann genau der kleine Friedhof angelegt wurde, ist noch unklar, vermutet wird ein Zeitraum zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen nun mit Untersuchungen das Alter der Särge bestimmen, während die geborgenen Skelette an der Universität Göttingen weiter untersucht werden sollen, um mehr über die Bestatteten und mögliche Krankheiten herauszufinden.