Angeborene Herzfehler: Neue Methode soll Herzrhythmusstörungen bei Erwachsenen gezielt behandeln
Die Universitätsmedizin Göttingen hat eine neue Behandlung für Patienten mit angeborenen Herzfehlern eingeführt. Mittels eines neuen Kathetersystems sollen Herzrhythmusstörungen, insbesondere bei Patienten mit komplexen Herzfehlern, schonend behandelt werden. Das gab die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bekannt. Die Abteilung für Kinderkardiologie und Intensivmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin verfügt über einen sogenannten Farapoint-Katheter. Dieser wird über Blutgefäße bis zum Herzen verlegt und sendet elektrisch Impulse aus. Diese werden gezielt auf solche Herzmuskelzellen gerichtet, die die Herzrhythmusstörungen verursachen. Die umliegenden Nerven oder auch intaktes Herzmuskelgewebe werden bei diesem Vorgang geschont. Herkömmliche Verfahren arbeiten nicht mit elektrischen Impulsen, sondern mit Hitze oder Kälte. Das neue Kathetersystem ermöglicht es nun, die Impulse präzise zu setzen und damit auch schwer zugängliche Stellen am Herzen zu erreichen.