Aus Göttingen in den Bundestag: Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist gestorben
Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist tot. Die CDU-Politikerin ist am Sonntag im Alter von 88 Jahren gestorben. Während ihrer politischen Karriere konnte sie dreimal in Folge das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Göttingen gewinnen – in den Jahren 1987, 1990 und 1994. Bis 2002 saß sie für die Region im Bundestag. Süssmuth ist vor allem für ihre Familien- und Frauenpolitik bekannt. Auf ihre Initiative geht etwa die Elternzeit zurück, ebenso wie der Umstand, dass die Kindererziehung in der Rente berücksichtigt wird. In einem Nachruf betont Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler zudem ihren Einsatz für und ihre enge Verbundenheit mit der Region. Süssmuth habe es verstanden, lokale Anliegen mit bundespolitischer Verantwortung zu verbinden. Ihr seien beispielsweise der ICE-Halt in Göttingen und der Ausbau der Bundespolizei in Duderstadt zu verdanken. Sie habe mit ihrem Wirken gezeigt, dass christdemokratische Politik offen, wertegebunden und zugleich zukunftsorientiert sein könne, so Güntzler.