Geschrieben von Nico Mader
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Die Beherbergungssteuer für das Gastgewerbe in Göttingen kommt. Das hat der Rat der Stadt Göttingen beschlossen, mehrheitlich mit Stimmen von SPD und Grünen. Mit der Einführung zu 2027 müssen Touristen und Besucher der Stadt dann 5% mehr für eine Nacht zahlen. Ausgenommen von dieser Regel sind Personen unter 18 Jahren. Der Kreisvorsitzende des regionalen Hotel- und Gaststättenverbands, Olaf Feuerstein, kündigte im Rat direkt eine Klage gegen die Entscheidung an. Er ist zugleich CDU-Mitglied und Ratsherr. Das Hotelgewerbe befindet sich nach der Corona-Zeit im Aufwind. Zuletzt verzeichneten die 33 Betreiber um die 700.000 Übernachtungen. Das ist deutlich mehr als noch 2019. Damals gab es knapp 100.000 Übernachtungen weniger. Gleichzeitig wurde die Einführung einer Bettensteuer in Göttingen schon einmal für rechtswidrig erklärt. Damals musste die Bettensteuer an die Hoteliers zurückgezahlt werden, weil es Probleme mit der steuerlichen Festsetzung gab. Ein feste Summe hatte das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen für nicht zulässig erklärt. Durch die neue Besteuerung erhoffen sich Grüne und SPD Mehreinnahmen von über 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Die Hotelbranche befürchtet das Tagungsgäste ins nahe Umland ausweichen könnten.