Eichenprozessionsspinner auf dem Vormarsch: Raupen der Nachtfalter können gesundheitliche Beschwerden auslösen
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Göttingen aus. Im Sommer wurde erstmals ein Nest im Stadtgebiet aufgefunden, nun sind mehrere ausgewachsene Falter im Stadtgebiet bestätigt. Die Nachtfalter selbst sind ungefährlich, ihre Raupen tragen jedoch sogenannte Brennhaare an sich, die unter anderem zu Hautreizungen oder gar allergischen Reaktionen führen können. Beschwerden können nicht nur durch direkten Kontakt mit den Raupen ausgelöst werden, auch durch die Luft fliegende Brennhaare können ursächlich sein. Nach Angaben der Stadt Göttingen sei das Aufkommen derzeit noch gering. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sich der Eichenprozessionsspinner in den kommenden Jahren im Stadtgebiet etablieren wird. Der Klimawandel und damit verbundene warme Frühjahrsmonate begünstigen die Ansiedlung des Nachtfalters. Die weitere Ausbreitung wird nun von Seiten der Stadt beobachtet. Sollten im kommenden Jahr Nester gefunden werden, so sollen diese abgesaugt werden. Chemische oder biologische Mittel sollen nicht zum Einsatz kommen, da sie auch die nötigen Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners abtöten. Außerdem soll in den Lebensraum der Fressfeinde investiert werden: So sollen artenreiche Blühstreifen angelegt und Nistkästen für Fledermäuse und Vögel in gefährdeten Gebieten aufgehängt werden.