Erste Analyseergebnisse vorgestellt: Kommunale Wärmeplanung für Hann. Münden
Bei einer Informationsveranstaltung im Welfenschloss in Hann. Münden stellten Fachleute des Hamburg Instituts erste Ergebnisse einer Potenzialanalyse für eine kommunale Wärmeplanung vor. Ziel sei es, bezahlbare, zuverlässige und an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Strategien für die Wärmewende zu entwickeln. Der Wärmeplan soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden und dient künftig als strategische Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung und mögliche Investitionen. Rechtlich verbindlich ist er nicht und hat nach aktuellem Stand keine direkten Auswirkungen auf bestehende Heizungen in Privathaushalten. Die Analyse zeigt, dass der Wärmebedarf der Stadt derzeit überwiegend durch Gas gedeckt wird. Besonders dicht bebaute Quartiere, etwa in der Altstadt und in Neumünden, könnten sich laut Gutachten für Wärmenetze eignen, während in weniger verdichteten Bereichen eher dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen oder Solarthermie sinnvoll wären. Zudem sehen die Fachleute großes Potenzial in der Nutzung von Flusswärme aus Fulda, Werra und Weser, auch wenn diese saisonalen Schwankungen unterliege. Bis März 2026 sollen konkrete Zielszenarien und ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden. Die Ergebnisse sollen im April öffentlich vorgestellt und anschließend politisch beraten werden.