Keine Blitzer für die Göttinger Innenstadt: Modellprojekt wird vorübergehend ausgesetzt
Vorerst wird es keine Innenstadtblitzer in Göttingen geben. Das Modellprojekt sei zwar erprobt, auf technischer Ebene fertig entwickelt und jederzeit einsatzbereit, in seiner jetzigen Form jedoch nicht praktikabel. Durch veränderte Rahmenbedingungen sei es nicht verantwortungsvoll, das Projekt in seiner derzeitigen Form umzusetzen. Das gab die Stadt heute bekannt. Mit dem Modellprojekt „Innenstadtblitzer“ sollte der Verkehr in der Innenstadt reguliert und Einfahrten ohne entsprechende Berechtigung erfasst werden. Ursprünglich sollten die Innenstadtblitzer nach der erfolgreichen Testphase in diesem Frühjahr in Betrieb genommen werden. Dafür hat die Stadt Göttingen im Jahr 2022 eine Sondergenehmigung erhalten. Im Planungsprozess habe sich jedoch herausgestellt, dass die erprobte Chip-Lösung nicht tragfähig ist. Nur Personen mit Einfahrberechtigung sollten einen Chip erhalten, der durch die Blitzer ausgelesen werden kann. Fahrzeuge ohne entsprechenden Chip sollten durch die Blitzer erfasst werden. Nach Angaben der Stadt gäbe es jedoch zu viele Personengruppen mit einem berechtigten Interesse, in die Innenstadt einzufahren; die Chips können jedoch nicht kurzfristig online gebucht werden. Bislang wurden 112.000 Euro in die technische Entwicklung investiert. Eine finale Umsetzung hätte die Stadt weitere 2 Millionen Euro gekostet. Die Erkenntnisse aus dem Testbetrieb sollen nun in die weitere Planung einfließen. Bis Ende des Jahres möchte die Stadt eine neue Vorlage in den Rat einbringen – mit dieser wird sich dann der neu gewählte Stadtrat beschäftigen müssen.