Geschrieben von Benita Heukamp
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In Göttingen soll auf defensive Architektur verzichtet werden. Das möchte die Linke-und-Volt-Ratsgruppe in der heutigen Stadtratssitzung erreichen. In dem entsprechenden Antrag fordert sie, bei städtischen Gebäuden und Arealen bereits bestehende defensive Elemente zurückzubauen oder durch Alternativen zu ersetzen. Bei neuen Projekten sollen sie gänzlich gemieden werden. Mit der defensiven Architektur würden bestimmte Personengruppen aus dem städtischen Raum ferngehalten werden. Ein Beispiel dafür seien die Bänke vor der Stadthalle, auf denen eine erwachsene Person durch die Metallbügel nicht ausgestreckt liegen könne. Oft richte sich so eine Bauweise gegen Obdachlose, Jugendliche oder Drogenabhängige. Durch defensive Architektur, so die Ratsgruppe, würden soziale Probleme verdrängt und Inklusion noch schwieriger gestaltet werden. Über den Antrag wird der Rat heute in seiner Sitzung ab 16 Uhr entscheiden.