Geschrieben von Benita Heukamp
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Blutvergiftungen schneller behandeln und damit die Sterberate senken – das soll das bundesweite Kooperationsprojekt „optiSEP“ unter Beteiligung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Ziel ist es, die Versorgung der Patienten sektorenübergreifend zu verbessern und Schwachstellen entlang der Behandlungskette zu beheben. Das Projekt wird dafür mit rund 7,5 Millionen Euro gefördert. Das gab die UMG bekannt. Unter anderem sollen in dem Forschungsvorhaben standardisierte Behandlungspfade entwickelt werden, damit Leitlinien zur Behandlung im gesamten Versorgungsprozess einheitlich und zuverlässig umgesetzt werden. Federführend bei dem Projekt ist das Universitätsklinikum Leipzig. Aus Göttingen ist Prof. Dr. Sabine Blaschke-Steinbrecher, die Ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme der UMG, für die methodische Projektleitung verantwortlich. Jährlich sterben rund 75.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis. Damit ist die Blutvergiftung eine der häufigsten vermeidbaren Todesursachen.