Geschrieben von Lasse Dreyer
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Das denkmalgeschützte Otfried-Müller-Haus am Wochenmarktplatz in Göttingen wird umfassend saniert und modernisiert. Die Stadt investiert rund 24,8 Millionen Euro in die Erneuerung des Gebäudes aus dem Jahr 1837. Hinzu kommt eine Kostenreserve von etwa 3,2 Millionen Euro. Ziel ist es, das Haus wieder als zentralen Kulturort in der Innenstadt zu etablieren. Die beiden historischen Gebäudeteile – Villa und Saalbau – werden originalgetreu restauriert. Gleichzeitig erhält das Haus moderne Technik, neue Bühnen- und Lichtsysteme sowie eine zeitgemäße Heiz- und Lüftungsanlage. Ergänzt wird das Ganze durch einen Neubau an der Nordseite mit Probenbühne, Werkstätten, Garderoben und Anlieferzone. Ein besonderer Fokus liegt auf der Barrierefreiheit: Künftig wird das Haus erstmals vollständig zugänglich sein, unter anderem durch Aufzüge, Rampen und barrierefreie Sanitäranlagen. Auch Brandschutz und Schadstoffsanierung sind Teil der Maßnahmen. Mit der Sanierung kehrt auch das Junge Theater Göttingen an seinen angestammten Ort zurück. Seit 2019 arbeitet das Ensemble übergangsweise in der ehemaligen Voigt-Realschule. Die Wiedereröffnung des Otfried-Müller-Haus ist für das Frühjahr 2028 geplant.