Geschrieben von Lasse Dreyer
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Der Landkreis Göttingen will große Teile der Kreismusikschule aufgeben. Zwar soll die musikalische Früherziehung für Kinder erhalten bleiben, andere Angebote sollen jedoch wegfallen. Besonders betroffen sind der Instrumentalunterricht für Jugendliche und Erwachsene. Nach einer Beschlussvorlage des Landkreises soll die musikalische Früherziehung künftig von der Kreisvolkshochschule übernommen werden. Klassischer Instrumentalunterricht ist dort nach Angaben des Landkreises nicht mehr vorgesehen. Begründet werden die Pläne mit finanziellen Problemen und zunehmendem Personalmangel. Viele Lehrkräfte gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand, Nachwuchs sei kaum zu finden. Der Landkreis verweist hingegen auf private Musikschulen und freiberufliche Angebote, vor allem in der Stadt Göttingen. Kritiker halten das für sozial problematisch, da privater Unterricht deutlich teurer sei und keine Ermäßigungen biete. Ob die Kreisvolkshochschule die musikalische Früherziehung tatsächlich übernehmen kann, ist noch offen. Sie hat laut Landkreis signalisiert, dazu nur bereit zu sein, wenn keine zusätzlichen Defizite entstehen. Die politische Entscheidung steht noch aus. Die Petition soll dem Kreistag übergeben werden.