Tierheim Osterode klagt gegen den Bund – Tierschutz am Limit
Der Tierschutz für Osterode und Umgebung e.V. beteiligt sich an der Klage des Deutschen Tierschutzbundes gegen die Bundesrepublik Deutschland. Gemeinsam mit drei weiteren Vereinen wollen sie gerichtlich klären lassen, ob aus dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz auch eine finanzielle Verpflichtung des Bundes folgt. Das Tierheim Osterode kämpft mit maroden Gebäuden, zu kleinen Hunderäumen und einer wachsenden Zahl von Abgabetieren. Bundesweit beziffert der Deutsche Tierschutzbund den Investitionsbedarf in Tierheimen auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Trotz einer Zusage im Koalitionsvertrag verweist die Bundesregierung auf die Zuständigkeit der Kommunen. Die Kläger sehen darin eine Schutzbehauptung. „Während wir im Tierheim jeden Tag an unsere Grenzen kommen, zieht sich die Bundesregierung seit Jahren aus der Verantwortung", sagt Vereinsvorsitzende Anja Sieger. Ein Urteil könnte wegweisend für alle 541 Tierheime im Deutschen Tierschutzbund sein.